16.12.2025 - 3 Einwohnerfragestunde
Grunddaten
- TOP:
- Ö 3
- Gremium:
- Gemeindevertretung Kritzmow
- Datum:
- Di., 16.12.2025
- Status:
- gemischt (Sitzung abgeschlossen)
- Uhrzeit:
- 19:00
- Anlass:
- Sitzung
Wortprotokoll
Eine Einwohnerin aus Groß Schwaß äußert sich zum geplanten Bauvorhaben hinter dem Anger in Groß Schwaß. Sie erklärt, dass es in der Bevölkerung viele offene Fragen gebe, insbesondere zur Zu- und Abwegung sowie zum Stand der Verhandlungen mit dem Investor.
Herr Schacht antwortet, dass die vorplanerische Abstimmung mit der Hansestadt Rostock noch läuft. Er zitiert eine Einschätzung der Verwaltung, wonach die frühzeitige Beteiligung der Öffentlichkeit und der Behörden voraussichtlich bis Mitte Januar 2026 erfolgen könnte. Stellungnahmen sollen bis Ende Februar eingehen und in den Entwurf eingearbeitet werden. Ein Entwurfsbeschluss sei ab März 2026 möglich.
Herr Schacht erklärt, dass zum aktuellen Zeitpunkt noch nichts unterschriftsreif ist und aus datenschutzrechtlichen Gründen keine Informationen über den Investor gegeben werden können
Die Einwohnerin erkundigt sich weiter, ob die angesprochene Zu- und Abwegung über den Anger bereits fest eingeplant sei. Herr Schacht bestätigt, dass dies der aktuelle Planungsstand ist. Er weist jedoch darauf hin, dass im Rahmen der Öffentlichkeitsbeteiligung Stellungnahmen und alternative Vorschläge eingereicht werden könnten, die gegebenenfalls berücksichtigt würden.
Ein Anwohner äußert Bedenken hinsichtlich der Verkehrsbelastung durch die geplanten 35 Einfamilienhäuser. Er verweist auf die Enge der Straße und fragt, ob Überlegungen zu einem Ausbau der Straße oder zur Verlagerung des Verkehrs bestünden.
Herr Schacht erklärt, dass die Details der Verkehrsführung und mögliche Anpassungen im Rahmen des Bebauungsplans geprüft werden. Er betont, dass die Straße laut bisherigen Untersuchungen leistungsfähig sei, räumt jedoch ein, dass die Öffentlichkeit im weiteren Verfahren beteiligt wird und Stellungnahmen eingereicht werden können.
Ein Anwohner des Biestower Weges in Kritzmow schildert die erheblich gestiegene Verkehrsbelastung in der Straße seit dem Bau des Wohngebiets Kiefernweg der Hansestadt Rostock. Er kritisiert die Lärmbelästigung durch die Geschwindigkeitsbegrenzungshügel, die von Fahrzeugen ungebremst überfahren werden und berichtet von Schäden an seinem Haus durch schwere Lkw. Er bittet um eine Versetzung oder Entfernung des Hügels vor seinem Haus.
Herr Schacht sichert zu, die Angelegenheit durch die Verwaltung prüfen zu lassen, um mögliche Beschädigungen oder eine Versetzung des Hügels zu bewerten.
Ein Anwohner aus Groß Schwaß erinnert an frühere Planungen, die eine Zufahrt zum neuen Baugebiet über die Bahnhofstraße vorsahen. Er kritisiert, dass diese Option nicht weiterverfolgt werde und äußert Bedenken hinsichtlich der Belastung der Angerstraße durch den zusätzlichen Verkehr.
Herr Schacht erklärt, dass die aktuelle Planung aus dem Flächennutzungsplan basiert, der nach umfangreicher Öffentlichkeitsbeteiligung rechtskräftig ist. Er betont, dass die Entwicklung des Baugebietes in Abstimmung mit den Nachbargemeinden und unter Berücksichtigung der Vorgaben des Raumentwicklungsprogramms erfolgt.
Ein Anwohner kritisiert die mangelnde Transparenz im Planungsverfahren und berichtet, dass die Anwohner erst durch einen Zeitungsartikel von den Bauplänen erfahren hätten.
Er äußert Zweifel an der Notwendigkeit und Dimension des Bauvorhabens und verweist auf die Belastung der bestehenden Infrastruktur.
Herr Schacht entgegnet, dass die Veröffentlichung im Zeitungsartikel der Information der Öffentlichkeit dient. Er betont noch einmal, dass die Planungen aus dem rechtskräftigen Flächennutzungsplan basieren und die Öffentlichkeit im weiteren Verfahren erneut beteiligt wird
Eine weitere Anwohnerin fragt, was unter einer „leistungsfähigen Straße“ zu verstehen sei, und äußert Bedenken hinsichtlich der Sicherheit von Kindern, die die Straße ohne Gehweg nutzen.
Herr Schacht verweist erneut auf die bevorstehende Öffentlichkeitsbeteiligung, in deren Rahmen solche Fragen und Bedenken eingebracht werden können.
Ein Einwohner erkundigt sich, ob die Unterlagen zur Auslegung des Bebauungsplans, einschließlich der Verkehrsberechnungen, auch digital verfügbar gemacht würden.
Herr Schacht erklärt, dass die Auslegung im Amt erfolgt, die Unterlagen jedoch auf Anfrage einsehbar seien. Er empfiehlt, sich an das Amt zu wenden, um weitere Informationen zu erhalten. Zudem weist er darauf hin, dass Informationen zu Auslegungen auf der Homepage des Amtes und der Gemeinde veröffentlicht werden.
Abschließend äußert eine Anwohnerin aus Groß Schwaß den Wunsch, dass die Gemeinde bei zukünftigen Planungen auch den Bau von Mehrfamilienhäusern in Betracht ziehen sollte, um Familien mit geringerem Einkommen die Möglichkeit zu geben, in ländlicher Umgebung zu wohnen. Herr Schacht erklärt, dass es solche Planungen in anderen Bereichen der Gemeinde, insbesondere in Kritzmow gibt.
