Beschlussvorlage - VO/FV/60-234/2025-02
Grunddaten
- Betreff:
-
Beschluss der Haushaltssatzung für das Haushaltsjahr 2026
- Status:
- öffentlich (Vorlage freigegeben)
- Vorlageart:
- Beschlussvorlage
- Federführend:
- Finanzverwaltung
- Bearbeiter:
- Christian Russow
Beratungsfolge
| Status | Datum | Gremium | Beschluss | NA |
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●
Erledigt
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Gemeindevertretung Kritzmow
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Entscheidung
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05.02.2026
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Sachverhalt
Der Entwurf des Haushaltsplanes 2026 wurde auf der Grundlage der Anmeldungen der Fachämter aufgestellt. Am 27.10.2025 hat die Finanzverwaltung den Entwurf mit dem Bürgermeister, dem 1. stellvertretendem Bürgermeister und den Fachbereichsleitern abgestimmt.
Danach weist der Ergebnishaushalt nach Entnahmen aus der Kapitalrücklage ein positives Ergebnis in Höhe von 326.000 EUR aus (Z 25).
Der Finanzhaushalt weißt ein Defizit aus. Der jahresbezogene Fehlbetrag beträgt -433.600 EUR (Z 37). Für die veranschlagten Investitionen werden 3.094.200 EUR (Z 28) benötigt. Für den Bau des Feuerwehrgerätehauses wird mit einer Kreditaufnahme von 1.500.000 EUR in 2026 geplant. Insgesamt müssen Finanzmittel im Umfang von 433.600 EUR (Z 36) bereitgestellt werden.
Die Finanzplanjahre 2027 bis 2029 weisen im Ergebnishaushalt und im Finanzhaushalt negative Salden aus.
Ein Haushaltserlass bzw. Orientierungsdaten des Ministeriums für Inneres und Europa für die Haushaltsplanung 2026 liegen vor und sind eingearbeitet.
Ergebnishaushalt
Im Ergebnishaushalt, in dem neben den zahlungswirksamen Erträgen und Aufwendungen auch die Abschreibungen für die Investitionsmaßnahmen und die in der Gemeinde vorhandenen Vermögensgegenstände erwirtschaftet werden müssen, stehen Erträge im Umfang von 6.075.200 EUR und Aufwendungen in Höhe von 6.703.300 EUR gegenüber. Somit beträgt das Jahresergebnis -628.100 EUR (Zeile 25). Durch die Entnahme aus der Rücklage für Belastungen aus dem kommunalen Finanzausgleich in Höhe von 813.700 EUR und aus der allgemeinen Kapitalrücklage in Höhe von 140.400 EUR kann der Ergebnishaushalt ausgeglichen werden.
Den größten Posten nimmt die Kreisumlage mit 2.570.700 EUR (Vorjahr 2.238.100 EUR) mit 43,57% der Umlagegrundlage 5.900.076,32 ein. Die Amtsumlage wurde mit 757.800EUR mit einem Prozentsatz von 13,57% (Vorjahr 608.400 EUR bei 12,27%) veranschlagt. Auch im Jahr 2026 erfolgt eine Entlastung der Amtsumlage.
Die Steuererträge (Grundsteuer A und B) wurden auf der Basis der Veranlagung 2025 angesetzt. Die Gewerbesteuer ist nach den vom Finanzamt festgesetzten Vorauszahlungen in Höhe von 1.400.000 EUR eingestellt (Vorjahr 1.400.000 EUR). Die Gewerbesteuerumlage wird auf den Ertrag der Gewerbesteuer berechnet.
Die Einkommens- und Umsatzsteueranteile wurden gemäß des Orientierungsdatenerlasses insgesamt in Höhe von 3.207.800 EUR veranschlagt und erhöhen sich damit um 244.100 EUR gegenüber dem Vorjahr. Die Schlüsselzuweisungen für laufende Zwecke werden in Höhe von 428.700 EUR veranschlagt (Vorjahr 572.200 EUR).
Aufwendungen für ehrenamtliche Tätigkeit werden wie im Vorjahr in Höhe von 63.500 EUR berücksichtigt.
Die Kostenerstattung für die Bauhofumlage an das Amt wird in Höhe von 221.400 EUR (Vorjahr 188.200 EUR) veranschlagt. Die Erhöhung resultiert aus Investitionen, der Entwicklung der Personalkosten und weiterer Sachkosten.
Das Produkt Brandschutz ist unterteilt in 3 Produkte (12600-Brandschutz allgemein, 12601-Ortswehr Kritzmow und 12602-Ortswehr Schwaß. Insgesamt werden diese 3 Produkte mit 193.300 EUR berücksichtigt. Ortswehrübertragene Erträge und Aufwendungen verbleiben im Produkt 12600.
Besondere Berücksichtigung fanden die Geräte- und Fahrzeugunterhaltung (Kritzmow 20.000 EUR, Schwaß 20.000 EUR), Aufwendungen für die Jugendfeuerwehr (4.000 EUR), Aus- und Fortbildung (Kritzmow 1.000 EUR, Schwaß 2.000 EUR), Arztuntersuchungen (Kritzmow 2.300 EUR, Schwaß 1.200 EUR) und die Dienst- und Schutzbekleidung (Kritzmow 10.000 EUR, Schwaß 10.000 EUR). Ein Zuschuss zum LKW-Führerschein in Höhe von 4.000 EUR wurde eingestellt. Der Zuschuss an die Kameradschaftskasse wird mit 3.200 EUR veranschlagt.
Für die Unterhaltung von Teichen werden Mittel in Höhe von 15.000 EUR beantragt.
Die Amtsschulumlage für die Grundschule Kritzmow wird in Höhe von 329.600 EUR bei einer Schülerzahl von 174 Schülern (Vorjahr 265.700 EUR für 162 Schüler) geplant. Der Schullastenausgleich Grundschule wird in Höhe von 88.900 EUR bei einer Schülerzahl von 46 Schülern (Vorjahr 75.000 EUR für 46 Schüler) geplant.
Die Amtsschulumlage Warnowschule Papendorf wird in Höhe von 178.000 EUR bei einer Schülerzahl von 129 Schülern (Vorjahr 175.400 EUR für 115 Schüler) veranschlagt. Der Schullastenausgleich für Regionale Schulen wird in Höhe von 40.300 EUR bei einer Schülerzahl von 25 Schülern (Vorjahr 37.000 EUR bei 23 Schüler) veranschlagt.
Zur Ausfinanzierung des Produktes 24301 Schulsporthalle Warnowschule Papendorf wird aus dem Produkt 21500 Regionale Warnowschule aus den Gemeinden anteilig eine Umlage erhoben. Die Umlage wird in Höhe von 8.700 EUR (Vorjahr 10.100 EUR) veranschlagt.
Die Mittel für die Heimat- und Kulturpflege werden konstant zum Vorjahr gehalten.
Die Ausgleichszahlungen für die Kinder in Tageseinrichtungen werden in Höhe von 1.140.000 EUR für 428 Kinder (Vorjahr 1.105.100 EUR für 450 Kinder) veranschlagt.
Auch für die Jugendarbeit, die Spielplätze und die Förderung des Sports werden die Mittel nahezu konstant im Rahmen des Vorjahres gehalten.
Für Bauleitplanung werden 36.000 EUR veranschlagt.
Die Erträge aus Konzessionsabgaben werden in Höhe von 118.000 EUR (Vorjahr 118.000 EUR) veranschlagt.
Für Stromkosten der Straßenbeleuchtung werden 20.000 EUR (Vorjahr 30.000 EUR) benötigt. Die Abrechnung der Anlagen Ende 2025 ist abzuwarten.
Die Aufwendungen für die Straßenunterhaltung werden in Höhe von 100.000 EUR beantragt. Für die Unterhaltung der Straßenbeleuchtung werden Mittel wie im Vorjahr in Höhe von 10.000 EUR für erforderliche Reparaturleistungen bereitgestellt. Für den Winterdienst werden Mittel in Höhe von 26.000 EUR bereitgestellt. Dies entspricht dem durchschnittlichen Bedarf der letzten Jahre.
Für die Unterhaltung der öffentlichen Grünanlagen werden Mittel in Höhe von 34.000 EUR (Vorjahr 32.500 EUR) und für die Baumpflege werden Mittel in Höhe von 7.000 EUR beantragt. Die Unterhaltung der Grünanlagen beinhaltet die Pflege in den Wohngebieten und auf dem Dorfplatz mit durchschnittlich 6 Pflegegängen in der Saison durch eine Fachfirma (Vergabeverfahren 1. Quartal 2025). Für die Baumpflege sind neben den planmäßigen Pflegearbeiten am Altbestand und der Beseitigung von Wetterschäden sowie Neu- bzw. Ersatzpflanzungen vorgesehen.
Die Entgelte für den Wasser- und Bodenverband werden in Höhe von 35.000 EUR (Vorjahr 30.000 EUR) veranschlagt.
Im Produkt Gemeindezentrum werden Mittel in Höhe von 56.300 EUR (Vorjahr 86.000 EUR) beantragt.
Finanzhaushalt
Der Finanzhaushalt umfasst 5.869.300 EUR Einzahlungen und 6.265.400 EUR Auszahlungen für die laufende Geschäftstätigkeit. Der Saldo der laufenden Ein- und Auszahlungen beträgt somit -396.100 EUR (Z 18).
Der Saldo der Ein- und Auszahlungen aus Investitionstätigkeit beträgt -1.500.000 EUR (Z 29), da den Auszahlungen von 3.094.200 EUR Einzahlungen von 1.594.200 EUR gegenüberstehen wird mit der Aufnahme eines Investitionskredites in Höhe von 1.500.000 EUR (Z 31) geplant.
Wesentliche Investive Maßnahmen sind:
- Neubau FFw-Gerätehaus 1.857.100 EUR
- Gehweg Groß Schwaß, Klein Schwaßer Weg 70.000 EUR
- Gewerbegebiet An der Feuerwehr 120.000 EUR
- Errichtung Beleuchtung Gehweg an der L12 100.000 EUR
- Ortsverbindungsstraße Heideweg Klein Stove 325.000 EUR
- Sanierung/Neubau Gewässer II. Ordnung 520.000 EUR
Die Einzahlungen aus Investitionszuwendungen werden in Höhe von 1.594.200 EUR geplant. Das FAG hat die Infrastrukturpauschale (ISP) zur Verbesserung der kommunalen Investitionstätigkeit bzw. Instandhaltungsmaßnahmen gewährt. Die Gemeinde kann mit Einzahlungen von 140.400 EUR rechnen.
Die Einzahlungen auf Sonderposten aus Beiträgen für den pauschalen Ausgleich der Straßenausbaubeiträge werden in Höhe von 26.300 EUR geplant und bis zur Verwendung auf Anzahlungen vereinnahmt.
Fördermittel für die Erschließung des Gewerbegebiets in Höhe von 59.000 EUR sind zugesagt. Des Weiteren wird mit Grundstücksverkäufen in Höhe von 1.368.500 EUR geplant.
Damit belaufen sich die Investitionseinzahlungen auf 1.594.200 EUR.
Insgesamt beträgt der Saldo der Ein- und Auszahlungen aus Investitionstätigkeit minus 1.500.000 EUR (Zeile 29).
Insgesamt ergibt sich eine Abnahme der liquiden Mittel um 433.600 EUR (Z 36).
Anlagen
| Nr. | Name | Original | Status | Größe | |
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2,9 MB
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137 kB
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3
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(wie Dokument)
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180,9 kB
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4
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(wie Dokument)
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2,5 MB
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5
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(wie Dokument)
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82,2 kB
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